Gallant Kisses von ArisuYuki ================================================================================ Prolog: -------- Today is a day which should be memorized... Swing back and forth, Swing back and forth, Swing back and forth Please kissing in the dark I want to feel, I want to feel, I want to feel - Kissin in the Dark von ADAMS Auf dem Zweiten Schiff der Circus Flotten herrschte Hochbetrieb. Nai der mit zwei Bechern Tee – einen für sich und einen für Gareki – in den Händen versuchte, durch das Chaos von immer wiederkehrenden Tsukumos – still und beherrscht – und Yogis – weniger... still. Oder beherrscht – zu waten, war auf dem Weg zu seinem und Garekis Zimmer. Es war später Abend und irgendwas hatte wohl Alarm ausgelöst. Er konnte sich aber nicht denken was. Das einzige was er mit Klarheit sagen konnte war, dass der Trubel der im Moment herrschte ihm Probleme machte die Becher heil ins Zimmer zu bringen, ohne deren Inhalt zu entleeren. Schließlich schaffte Nai es doch, sich in Sicherheit zu bringen. Gareki der auf seinem Bett lag hob träge den Kopf. »Was ist da draußen los?« murrte der Schwarzhaarige. Nai schüttelte den Kopf. »Ich weiß nicht. Es ist laut da draußen. Yogi ist laut.« Noch ein Murren. »Na ist doch alles wie immer!« Als ein sanftes aber trotzdem noch spürbares Ruckeln durch das Schiff ging, nahm Gareki diese Aussage innerlich zurück. »Seit wann werden die Circus-Schiffe denn bitte so durchgeschüttelt?« der Schwarzhaarige sprang kurzerhand von seinem Bett und stürmte zur Tür hinaus. Zunächst sah ihm Nai mit großen Augen hinterher, hechtete ihm aber schließlich nach. »Was geht hier vor?« Nach ein paar Schritten war Gareki auf Tsukumo gestoßen, die aber keine Anstalten machte stehen zu bleiben oder sich auch nur umzudrehen. »Gareki-kun. Nai-kun. Das wissen wir noch nicht.« sagte die Blonde nur kurz angebunden. »Tsukumo-chan! Hier entlang.« ertönte Yogis Stimme quer durch den ganzen Flur. Das Trio kam in einem weitflächigen „Raum“ irgendwo im Bauch des Schiffes aus, wo Hirato bereits wartete. »Was geht hier eigentlich vor sich?« Gareki musste sich zusammennehmen um nicht allzu schnell loszupoltern. »Das wissen wir selbst noch nicht, Gareki-kun.« erklärte Yogi in einem beschwichtigenden Tonfall. Ganz der Optimist. Was man von dem Schwarzhaarigen wohl eher nicht behaupten konnte. »Seit wann werden Circus-Schiffe angegriffen? Ich denke man sieht sie nicht!« »Wer sagt denn, dass wir angegriffen werden?«, fragte Hirato mit einem undurchdringlichen Lächeln auf den Lippen. »Lasst es mich euch so kompakt wie möglich erklären: Das erste Schiff und wir verfolgten bis vor kurzem noch eine sehr wichtige Spur der Varuga, die übrigens auch mit Karoku in Verbindung stehen, so wie der momentane Stand der Dinge ist. Wir befinden uns zurzeit über einem Gebiet, ziemlich nahe Rinoll. Das Schwierige an diesem Ort ist, es herrscht extremer Wetterumschwung. Unsere Geräte werden auch von Zeit zut Zeit gestört. Es kann sogar vorkommen, dass wir nicht auf unsere Waffen zugreifen können.« und das alles erklärte Hirato mit einer Engelsmiene. »Und was bitte suchen wir dann hier?« knurrte Gareki. »Wir sind Circus. Es ist unsere Pflicht die Varuga zu fangen. Und das bedeutet, dass wir alles in Kauf nehmen müssen. Selbst wenn das bedeutet in einem kaum erforschten Gebiet notzulanden, dass noch nicht mal einen genauen Namen trägt. Weiterfliegen wäre zu gefährlich. Darum haben wir beschlossen, uns zusammen mit der ersten Crew und ein paar Leuten aus dem Research Towers hier zu treffen, einen Plan auszuarbeiten und zur Landung anzusetzen.« Wie aufs Stichwort, fand sich die Besatzung der Ersten Flotte, geführt von Tsukitachi bei ihnen ein. Yogi ließ seinen Blick schweifen, konnte aber nur das Erste Schiff entdecken. Ihn beschlich dieses Ungute Gefühl... Diese vage Angst. »Hirato-san? Wer ist genau unter den Leuten des Research Towers?« fragte der Blondschopf mit leicht zitternder Stimme. »Wir sind ebenfalls anwesend.« ertönte eine ihm nur allzugut bekannte Stimme, unmittelbar hinter ihm. »Akari-chan! Irre ich mich, oder ist Pünktlichkeit auch ein Zeichen von harter Arbeit?« grinste Tsukitachi. »Das werd ich mir von einem notorischen Faultier sagen lassen. Soweit kommts noch.« erwiderte der Arzt trocken. Im selben Moment fuhr Yogi merklich zusammen und sprang ein paar Meter weiter, um sich in Sicherheit zu befördern, während Hirato und Tsukitachi sich nebeneinander stellten. Sie schienen ihren Plan schon vor langer Zeit gefasst zu haben. Schließlich setzte der Rothaarige zum Sprechen an: »Okay es wird wie folgt laufen: Wenn wir gelandet sind und uns irgendwann aufteilen müssen, finden wir uns alle in möglichst kleinen Gruppen wieder. Immer. Kiichi wird mir kommen. Und Jiki wird mit Eva in einer Gruppe sein.« Wie aufs Stichwort übernahm Hirato das Wort. »Tsukumo, du wirst an meiner Seite bleiben. Nai und Gareki werden immer in unserer Nähe bleiben. Du musst also bitte ein Auge auf sie haben.« Die junge Schönheit nickte nur stumm. Yogi schluckte. Irrte er, oder nahm das gerade ein ganz übles Ende? »Und Yogi, du wirst unsere Leute vom Research Tower begleiten und beschützen wenn nötig.« Eben genannter verschluckte sich fast an seinem eigenen Atem. Vorsichtig sah er über seine Schulter. Akari stand wie aus einer Art stummen Drohung hinaus schon wieder beinahe direkt hinter ihm und durchbohrte ihn mit einem eiskalten Blick, was Yogi dazu veranlasste sofort die Blickrichtung zu wechseln, da ihm bereits wieder der Angstschweiß ausbrach. Azana stand etwas weiter abseits, mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht und einem Klemmbrett, dass er in den Armen hielt. Zu seinen Füßen stand Yukkin. Was mehr zu Yogis Freude war. Trotzdem würde er sich hüten, in Freudentränen auszubrechen. Nicht direkt vor Akari-sensei... »Hirato-san! Wie konntest du mir das nur antun?« brach es aus Yogi heraus. Wobei er vergessen hatte, dass der Arzt immer noch unmittelbar neben ihm stand... »Wir setzen zur Landung an!« zwitscherte Tsukitachi und übertönte damit erfolgreich das Klatsch-Geräusch, dass Akaris Hand verursacht hatte. Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)