Privatsphäre von Blanche7 ================================================================================ Kapitel 13: Ein gefährliches Spiel ---------------------------------- Seto Kaiba lag in dieser Nacht wach im Bett, hatte er einen Fehler gemacht, als er Jonouchi geküsst hatte? Jetzt war es noch schwieriger geworden, die Presse davon zu überzeugen, dass er nicht homosexuell war. Es muss an seinem Zustand gelegen haben, dass es so weit kommen konnte. Dabei hatte er von Gozaburo Kaiba, seinen Stiefvater, gelernt, dass es ein Fehler war Gefühle zuzulassen, da man dadurch nur schwach und verletzlich wird. Gozaburo Kaiba der Mann, der ihn durch harten privat Unterricht alles, was er wusste, eingeprügelt hatte, und der ihn jedes Jahr einmal zu seinem Geburtstag missbraucht hatte. Er hasste diesen Mann zutiefst und hatte auch heute noch, nach seinem Tod, das Gefühl ihm beweisen zu müssen, dass er stärker war. Um so schlimmer fühlte er sich nach diesem Kuss, er hatte eine Schwäche zugelassen und konnte es nicht mehr rückgängig machen. Ein Teil von ihm wollte es auch nicht rückgängig machen. Heute war es wieder so weit gewesen, es war Gozaburos Geburtstag gewesen und ausgerechnet heute war Seto schwach geworden. Das würde er sich nie verzeihen. Seto stand auf, ihm wurde bei dem Gedanken an die Vergangenheit mit Gozaburo übel und er übergab sich auf der Toilette. Es tat gut, den Magen zu entleeren. Es war so, als könne er alle Sorgen und Gedanken loslassen und als habe er wieder alles unter Kontrolle. Die Kontrolle über sein Gewicht konnte ihm keiner nehmen, auch Gozaburo Kaiba nicht. ~*~ Ich lag wieder wach im Bett. Ich hatte das Gefühl, dass Seto mir heute so nahe war wie noch nie und doch so fern. Er erinnerte mich zurzeit an eine Puppe aus Porzellan, die zu zerbrechen drohte. Schon das zweite Mal in kurzer Zeit war er zusammengebrochen. War es der psychische Stress mit der Paparazzi und die Sorgen um Mokuba die ihn so fertig machten oder steckte noch etwas anderes dahinter. Er aß definitiv zu wenig, ja fast gar nichts. Ich fühlte mich so hilflos, das einzige, was ich Seto bis jetzt bereitet hatte, waren Probleme mit der Presse. Wir mussten in der Öffentlichkeit aufpassen, es würde niemals eine normale Beziehung zwischen uns geben, da das Sorgerecht für Mokuba auf dem Spiel stand. Und das war das wichtigste. Wir mussten Mokuba beschützen. So schön dieser Kuss auch war, es war ein gefährliches Spiel, auf das wir uns da eingelassen hatten. Ich ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was alles noch auf uns zukam... Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)