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Animorphs - Animalmorphers

Wolltest du schon immer ein Tier sein? Heute wird dein Traum wahr...
von

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Animalcatching

Anmerkung: Jetzt kommt viel Gedankensprache vor. Ich habe die wörtliche Rede in normale " gesetzt. Sätze, die mit <> eingeklammert sind, sind Gedankensprache, die von Andaliten und gemorphten Personen benutzt wird. Die Sätze in Kursivdruck sind Gedanken, die die Personen sich selbst stellen.
 

„Tobias. Bist du ...gemorpht?“ Mir fiel es schwer, mit solchen Worten zu sprechen.

<Ja>, antwortete Tobias. <Ich bin ein Nothlit. Jemand, der in einem Morph gefangen wurde. Ich war zwei Stunden im Bussard-Morph und bin nun für immer darin gefangen. So kann es dir auch ergehen, wenn du nicht aufpasst.>

Danach stellten sich die anderen vor. Der große braunhaarige Junge heißt Jake, er war sozusagen der inoffizielle Anführer. Marco war der andere Junge. Er ist schon lange mit Jake befreundet und macht Witze, so oft es geht. Das schwarzhaarige Mädchen war Cassie, Jake’s Freundin. Die letzte im Bund war Rachel. Marco nennt sie immer Kriegerprinzessin Xena, weil sie gerne kämpft. Und dann war da noch Ax. Er war der jüngere Bruder von Elfangor, einem andalitischen Prinzen.

Anschließend stellten sich Steffen und ich vor. Ax (in seiner gewöhnlichen Andalitengestalt) hielt uns das blaue Kästchen hin.

<Drückt jeder eine Hand auf eine Fläche>, wies er uns an. Wir taten, was er sagte.

Dann durchströmte uns eine neue Kraft. Es war wie ein kurzer Stromschlag, der impulsiv durch meinen Körper rast.

„Ich denke wir können los“, sagte Jake.

„Wohin?“, kam es von Steffen und mir wie aus einem Mund. Aber eine Antwort bekamen wir nicht.

Wir gingen aus der Scheune zu einem roten Pick-Up. Es saß jemand darin. „Jo, Erek. Du kannst loslegen“, sagte Marco.

„An Bord, Leute, der Zug fährt gleich ab“, sagte der Fremde am Steuer.

Wir setzten uns hinten auf die Ladefläche. Jake erklärte uns, wer der Fremde war.

„Das ist Erek, ein Djee. Das ist eine Androidenrasse, die vor Millionen von Jahren auf der Erde gelandet ist. Die Djees wurden von den Pemaliten erschaffen. Sie starben allerdings aus. Die Djees verschmolzen ihre Essenzen mit denen von Wölfen und begannen somit als erstes mit der Züchtung richtiger Hunde. Sie haben einen unerschöpflichen Energiespeicher. Außerdem besitzen sie einen Hologramm-Emitter. Was du hier an Erek siehst, ist nur ein Hologramm. Darunter sieht er aus wie ein Hund auf zwei Beinen. Leider waren die Pemaliten Pazifisten. Sie haben den Djees eine Gewaltsperre eingebaut. Die Djees sind nun unfähig, irgendeinem Lebewesen Leid zuzufügen.“

Die Fahrt dauerte eine halbe Stunde. Wir waren in Bad Mergentheim. Was will Jake hier?

Wir gingen einen Kiesweg entlang bis wir auf den Tierpark stießen. Langsam dämmerte es mir.

„Oh, wir sollen uns hier Morphs zulegen?“ Jake nickte. Ich lachte. Ich war schon öfter hier. Ich kannte mich gut aus und wusste schon, welche Morphs ich mir zulegen würde.

„Als erstes will ich einen Steppenadler und einen Wanderfalken!“

Da fiel mir etwas ein.

„Wie geht das Übernehmen der DNS?“, fragte ich und sah alle nach der Reihe an.

„Das erklären wir dir noch“, sagte Cassie.

„Und wie kriegen wir einen Falken dazu, sich von uns anfassen zu lassen?“, fragte Steffen.

„Das erledigt unsere Baumknutscherin für euch“, witzelte Marco und zeigte dabei auf Cassie.

Cassie hatte eine Ultraschallpfeife dabei. In der Hand hielt sie eine tote Maus. Sie blies einmal stark in die Pfeife und schon kamen ein Mäusebussard, ein Rotschwanzbussard, ein Wanderfalke, ein Steppenadler, ein Rotschwanzmilan und ein Turmfalke angeflogen.

„So, und wie übernehmen wir die jetzt?“

„Legt eure Hand auf das Tier, das ihr übernehmen wollt“, wies uns Cassie an. „Dann stellt ihr euch vor, wie ihr euch in das Tier verwandelt. Der Rest geht ganz von allein.“

Ich übernahm den Steppenadler und den Wanderfalken. Es war ganz einfach. Steffen übernahm den Turmfalken und den Mäusebussard. Danach konnten wir einen Uhu übernehmen. Alle Tiere fielen in eine Art Trance. Sie schlossen die Augen und wurden ganz matt.

Wir kamen an ein großes Gehege mit Braunbären. Ich schluckte. „Wie sollen wir die übernehmen? Wie Teddybären lassen die sich bestimmt nicht knuddeln, oder?“

„Hier, nehmt die Fische mit.“ Cassie drückte Steffen einen Eimer Fische in die Hand. Zaghaft gingen wir durch die Tür. Langsam gingen wir auf den Bären zu. Er schien sich nicht sonderlich für uns zu interessieren. Er sah uns an. Wir sahen zurück. Steffen nahm einen Fisch und hielt ihm den Bären hin. Er stand auf, schnupperte neugierig und nahm sich den Fisch. Dann tauchte er mit dem Kopf in den Eimer und fraß die Fische. Währenddessen übernahmen wir ihn. Auch er fiel in eine Art Trance.

Es ging weiter zum Wolfsgehege. Mein Lieblingsplatz. Wölfe sind meine absoluten Lieblingstiere. Wir gingen in das Gehege rein.

„Sagt mal, dürfen wir das überhaupt?“, fragte Steffen.

„Cassie’s Mutter arbeitet hier, also würden wir nicht so viel Ärger bekommen“, erklärte Rachel.

Ich ging ein paar Schritte hinein. So, hier leben also Wölfe...

Das Wolfsrudel tauchte hinter den Bäumen auf. Man konnte das Alphamännchen deutlich erkennen. Niemand drängte sich vor den Rudelführer. Dieser trat nach vorne und beschnupperte uns. Dabei legte ich meine Hand auf seinen Pelz und übernahm ihn. Steffen tat dasselbe. Wir gingen weiter zu dem Fischbecken. Nicht wirklich etwas, das wir übernehmen wollten. Abgesehen von dem Steinadler, der mal vorbeiflog. Den übernahmen Steffen und ich.

Weiter ging es zu den Luchsgehegen. Vier Luchse sprangen fröhlich durch Bäume und Sträucher. Es war schwer einen zu bekommen. Aber Steffen und ich konnten einen übernehmen.

Danach ging es wieder nach Hause. Als wir an der Scheune ankamen, fiel mir meine erste Frage wieder ein. „Wo sind wir hier eigentlich?“

„Cassie wohnt hier. In der Scheune hält sie verletzte wilde Tiere und kümmert sich um sie, bis sie wieder freigelassen werden können“, erklärte Jake.

Ich wollte als erstes gleich einen Morph ausprobieren, aber es war schon spät. Steffen wurde nach Hause gefahren. Ich übernachtete in der Scheune.

Ich dachte noch lange nach, während ich so im Stroh lag.

Das ist also mein neues Leben. Ein Schlafplatz zwischen Pferdeäpfeln. Schmackofatz...

Ich konnte nicht schlafen. Selbst in meinem weichen Bett fand ich schlecht Schlaf, aber diese stachelige Strohmatratze machte es vollkommen unmöglich. Ich ging ein wenig hinaus. Es war eine schwüle Nacht. Die Luft war von hoher Luftfeuchtigkeit umgeben. Ich konzentrierte mich auf das Bild des Luchses. Mein erster Morph.

Ich bemerkte, wie meine Ohren nach oben wanderten und diese spitze Form annahmen, die für Luchse sehr typisch ist. Ein Schwanz entsprang meinem Steißbein. Meine Gelenke formten sich um und mein Gesicht wölbte sich nach außen. Meine herkömmlichen Zähne wurden durch scharfe Zähne ersetzt. Meine Fingernägel wurden zu Krallen, die scheinbar alles zerfetzen konnten. Nach zwei Minuten war ich ein vollständiger Luchs.

Ich schnupperte kurz. Wow. So viele verschiedene Gerüche. Und mein Gehör war ebenfalls ausgezeichnet. Ich hörte eine Eule in einem Baum. Eine Maus rannte über das Feld. Ein großer Vogel schlief in einem Baum. Den schnapp ich mir.

Ich schlich mich leise an. Meine Pfoten machten keinerlei Geräusche. Ich spannte meine Muskeln an und sprang. Diese Kraft war überwältigend. Ich war in Null Komma Nichts oben. Mit den Pfoten umschloss ich mein Opfer. Ich wollte mit ihm spielen, bevor ich ihn genieße.

<Was zum...? Hey, was soll das?!>

Es war als erwachte ich aus einem Traum. Ich hatte Tobias angefallen.

<Tobias! Entschuldige. Ich habe gerade den Morph ausprobiert und irgendwie die Kontrolle verloren.>

<Das kann schon mal passieren>, sagte Tobias. <Wenn du das erste Mal einen Morph ausprobierst, kann es passieren, dass du die Kontrolle an die Instinkte verlierst. Das ist reine Gewöhnungssache.>

<Danke. Hoffe, ich hab dich nicht verletzt.>

<Nein, nein. Mich haben schon ganz andere Tiere geschafft, da werde ich wohl einen Luchs überleben. Warum probierst du um diese Zeit einen Morph aus? Du solltest doch schlafen.>

<Ich konnte einfach nicht schlafen. Das fiel mir schon zu Hause recht schwer. Aber hier ist es nahezu unmöglich. Das hat nichts mit euch zu tun. Es ist nur... die ganze Umstellung. Ich muss alleine klarkommen. Ich hab keine Familie mehr.>

<Da sind wir schon zwei. Ich wurde immer zwischen Onkel und Tante hin und hergeschoben. Ich war nirgendwo wirklich willkommen. Jetzt hab ich immerhin eine Bestimmung. Eine Aufgabe. Ich habe Freunde, die mich brauchen. Ich sag dir: hier findest du deine Bestimmung.>

Tobias’ Worte hatten mich aufgemuntert. Ich morphte mich zurück und legte mich in die Scheune zurück. Ich konnte sofort einschlafen. Denn ich hatte eine Bestimmung: morgen werde ich den Stall ausmisten, sonst lieg ich wieder zwischen Kuhfladen und Pferdeäpfeln.



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Kommentare zu diesem Kapitel (1)

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Von:  Chai-Cherry-Tea
2010-10-26T21:47:08+00:00 26.10.2010 23:47
Nun gut, das Kapitel war nett geschrieben, aber es hat etwas Flair gefehlt. Wobei ich schon auch mal dabei lachen musste ;D


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